Wie viel Liebe liegt in der Luft?

Wie feiern die Österreicher*innen den Valentinstag in Corona-Zeiten? Oder ist es doch ein Tag wie jeder andere bzw. lediglich Kommerz schlechthin? Hier kommt die Antwort ...

Der Valentinstag, der traditionell am 14. Februar gefeiert wird, steht vor der Tür. Gilt er für die einen als Tag der Liebe, so ist er für die anderen nichts als Kommerz. Wie viel Liebe in Hinblick auf den Feiertag hierzulande in der Luft liegt, untersuchte nun eine aktuelle Studie des Online Research Instituts Marketagent. Ergebnis: Nur ein Viertel der heimischen Bevölkerung schmilzt beim Gedanken an den Valentinstag dahin, den Großteil der ÖsterreicherInnen lässt er hingegen eher kalt. Herzerl in den Augen haben dabei vor allem unverheiratete Paare und die jüngeren Generationen. Die Corona-Krise ändert an den Plänen und Feierlichkeiten rund um diesen Anlass insgesamt wenig. Jedoch gilt der Feiertag heuer als besondere Gelegenheit, um seinen Lieben in schwierigen Zeiten wie diesen Dank auszusprechen und seine Zuneigung zu zeigen.

Obwohl die herzförmigen Pralinenschachteln, die sich bereits in den heimischen Supermärkten stapeln, anderes vermuten lassen, zeigen die Studienergebnisse: Der Valentinstag spielt für drei Viertel der ÖsterreicherInnen kaum eine Rolle. Nur gut jedem Vierten ist es wichtig, den Tag der Liebe gebührend zu feiern. Trotzdem schreibt die heimische Bevölkerung der Tradition auch Positives zu. Gerade in Zeiten von Corona, in denen man mit seinen Lieben viele herausfordernde Momente durchlebt hat, wird der Feiertag als schöne Abwechslung und Anlass für Dank sowie Liebesbekundungen empfunden, erklärt Marketagent-Geschäftsführer Thomas Schwabl.

Kommerz vs. Liebe

Obwohl der 14. Februar als „Tag der Liebe“ bereits eine lange Tradition aufweist, wird der Brauch hierzulande eher kritisch gesehen. Es sei stattdessen ein „Tag des Kommerzes“ oder schlicht und ergreifend ein Tag wie jeder andere, finden je 8 von 10 Befragten. Dass der Valentinstag ambivalent zu betrachten ist, verdeutlichen zudem die Eigenschaften, die ihm von den ÖsterreicherInnen zugeordnet werden. Er gilt in erster Linie als kommerziell, rund 7 von 10 halten ihn außerdem für übertrieben und kitschig. Trotzdem hat er für je knapp zwei Drittel seinen Charakter als traditionelles und romantisches Fest nicht völlig eingebüßt.

Gerade die Corona-Pandemie hat im Laufe des vergangenen Jahres die eine oder andere Beziehung durchaus auf die Probe gestellt. Viel Zeit auf engem Raum mit PartnerIn bzw. Familie bietet Potenzial für Konflikte, gleichzeitig erschwert die Einschränkung der persönlichen Kontakte die Pflege von Freundschaften. Gut 6 von 10 empfinden hier den Valentinstag als schönen Anlass, um den Lieben, die uns das ganze Jahr über begleitet haben, wieder einmal „Danke“ zu sagen. Denn gerade in diesen schweren Zeiten ist es für 54 Prozent wichtig, an diesem besonderen Tag zu zeigen, wie sehr man jemanden liebt. Knapp jede/r Zweite freut sich zudem über die willkommene Abwechslung und 6 von 10 auf die Möglichkeit, die kleinen Freuden im Leben genießen zu können. Zudem wird dem Feiertag eine besondere Bedeutung für Partnerschaften zugeschrieben. Die Hälfte der Befragten sieht ihn als Chance für Paare, der eigenen Beziehung wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken, oder auch einmal etwas frischen Wind in die Liebe zu bringen (39%).

Welchen Stellenwert der Valentinstag einnimmt, ist außerdem durchaus eine Frage von Geschlecht, Alter und Beziehungsstatus. Überraschenderweise legen etwas mehr Männer (28%) als Frauen (24%) Wert auf diese Tradition. Ab 50 Jahren verliert sie insgesamt deutlich an Relevanz. Hoch im Kurs steht der Feiertag indes bei unverheirateten Pärchen (38%). Unter diesen sind wohl mehr Frischverliebte sowie Personen aus jüngeren Generationen zu finden, für die der Valentinstag und damit verbundene Liebesbeweise noch von größerer Bedeutung sind.

So wird der Tag der Liebe zelebriert

Obwohl die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus viele Aktivitäten, darunter speziell den Besuch von Lokalen und Co., noch immer unmöglich machen, wird gut 6 von 10 am Valentinstag nichts fehlen. 17 Prozent hätten jedoch gerne ein romantisches Dinner im Restaurant, 8 Prozent einen Cocktail oder ein schönes Gläschen Wein in einer Bar genossen. Jede/r Zehnte bedauert den Ausfall eines entspannenden Wellness- oder Spa-Erlebnisses und je knapp 8 Prozent müssen auf ein Treffen mit Familie oder FreundInnen verzichten. Da ohnehin gut jeder Zweite den Valentinstag nicht feiern wird, hat die Pandemie insgesamt wenig Einfluss auf die Pläne anlässlich des Tags der Liebe. Unter den übrigen Befragten gilt – ganz Corona-konform – vor allem ein gemütliches Beisammensein in den eigenen vier Wänden als bevorzugtes Programm (25%), beschreibt Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent. Je gut jeder Zehnte möchte zudem gemeinsam kochen, der schönsten Nebensache der Welt einige Zeit widmen oder einen Filmabend veranstalten. 7 Prozent planen ein romantisches Candle-Light-Dinner.

Doch warum verzichtet die Hälfte der heimischen Bevölkerung auf eine besondere Feier der Liebe? Gut jede/r Zweite ist der Meinung, dass es keinen Valentinstag braucht, um jemandem seine Liebe zu zeigen (55%). Stattdessen sollte für 36 Prozent in einer Beziehung jeder Tag etwas Besonderes sein. Dies liegt speziell Männern am Herzen (42%). Zudem schätzen je knapp 4 von 10 spontane Gesten der Zuneigung und empfinden den Valentinstag im Kontrast dazu als „erzwungene Liebeserklärung“. 47 Prozent möchten sich speziell dem Konsumzwang zu diesem Anlass widersetzen. Corona spielt für den Verzicht auf Feierlichkeiten indes kaum eine Rolle.

Von Herzen: Geschenke am Valentinstag

 

Der Valentinstag wird nicht umsonst als Tag des Kommerzes kritisiert, wird doch die Liebe und Zuneigung anlässlich des 14. Februars oftmals durch Geschenke zum Ausdruck gebracht. Mehr als 6 von 10 ÖsterreicherInnen freuen sich über solch eine nette Geste. Dahinschmelzen würden die EmpfängerInnen dabei besonders bei Blumen (30%), Liebesbriefen (20%) oder Schokolade (19%). Für 14 Prozent kommt vor allem etwas Selbstgemachtes von Herzen und 13 Prozent schätzen eine Reise oder ein Romantikwochenende, um Zeit mit der Partnerin bzw. dem Partner verbringen zu können. Der klassische Blumenstrauß (43%), Liebesbriefe (26%) sowie Selbstgemachtes (16%) lassen dabei speziell Frauenherzen höher schlagen. Nur 38 Prozent machen sich rein gar nichts aus Valentinstagsgeschenken, unter den Männern können 44 Prozent darauf verzichten. Wenig überraschend wird heuer in erster Linie die Partnerin bzw. der Partner beschenkt (41%), wobei deutlich mehr Männer als Frauen ihre bessere Hälfte mit einer kleinen Aufmerksamkeit überraschen wollen. Hoch im Kurs stehen dabei Blumen, speziell die männliche Bevölkerung wird beim Geschenkekauf beim Floristen fündig. Weitere klassische Valentinstagsgaben wie Schokolade und andere Naschereien, etwas Selbstgemachtes oder ein romantischer Liebesbrief werden hingegen vermehrt von Frauen verschenkt.

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