Ein (Frei-)Tag wie jeder andere?

Gemeinsam mit Social Friday Gründer Fikret Zendeli haben wir erneut untersucht, wie produktiv Österreichs Arbeitnehmer*innen sind und wie unproduktive Freitagnachmittage in etwas Sinnstiftendes verwandelt werden können.

Die Corona Pandemie hatte große Auswirkungen auf unser aller Leben und nicht zuletzt auf unseren Arbeitsalltag. Home Office, Kurzarbeit – im letzten Jahr mussten sowohl Arbeiternehmer*innen als auch ihre Vorgesetzten flexibel auf die neuen Herausforderungen reagieren. 2019 hat das Online Research Institut Marketagent schon einmal Vollzeitbeschäftigte nach der empfundenen Arbeitszufriedenheit und -produktivität an ihrem Arbeitsplatz befragt. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen vielerorts verändert und Marketagent will es daher erneut wissen: Wie geht es den Arbeitnehmer*innen in ihrem Büroalltag heute? Es zeigt sich: Österreichs Beschäftigte sind anpassungsfähig und auch weiterhin zufrieden und motiviert. Bei der Frage nach dem unproduktivsten Wochentag rangiert der Freitag jedoch nach wie vor auf Platz Eins und bestärkt Social Friday-Gründer Fikret Zendeli somit weiterhin in seinem Vorhaben, unproduktive Freitagnachmittag in soziales Engagement zu verwandeln.

Arbeitnehmer*innen sind insgesamt sehr zufrieden in ihrem Unternehmen

Die letzten zwei Jahre waren zweifellos keine einfache Zeit. Dennoch haben die österreichischen Unternehmen scheinbar gut auf die Corona-Krise reagiert und es ist ihnen gelungen, die Zufriedenheit ihrer Beschäftigten auf einem hohen Maß zu halten. Denn die Arbeitenden sind auch aktuell glücklich in ihrem Job. So geben mehr als 9 von 10 an (eher) zufrieden in ihrem Unternehmen zu sein. Damit ist der Wert im Vergleich zum Jahr 2019 sogar gestiegen: Hier waren es noch 86,8%.

Das Arbeitsklima wurde bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie als sehr angenehm empfunden. Ganze 86,8% schätzten damals die Atmosphäre in ihrem Unternehmen als positiv ein. Die gemeinsam überstandenen Krisenmonate dürften die Kolleg*innen sogar noch weiter zusammengeschweißt haben. So geben heute sogar 90,9% an, in einem angenehmen Arbeitsumfeld tätig zu sein.

So ausgelastet und produktiv sind die Beschäftigten

Unausgelastet im Job fühlen sich die Österreicher*innen definitiv nicht – daran haben auch die letzten beiden Jahre nichts geändert: Damals wie heute berichten 89,4%, mit hohen Anforderungen an ihrem Arbeitsplatz konfrontiert zu sein. Diesem Arbeitsdruck begegnen die Arbeitnehmer*innen im Großen und Ganzen mit einer hohen Produktivität – wenngleich nicht die gesamte Arbeitszeit auch tatsächlich produktiv verbracht wird: Die Mitarbeiter*innen geben an, im Schnitt knapp 80% ihrer Arbeitszeit effizient zu arbeiten (2019: 78,2%).

Ein ähnliches Bild zeigt sich in puncto Arbeitsmotivation. Summa summarum sitzen heimische Angestellte zwar mit einer gewissen Portion Tatendrang an ihrem Schreibtisch, wirklich voller Elan gearbeitet werden durchschnittlich aber nur 69% der Arbeitszeit (im Vergleich 2019: 69,7%).

Thank God it’s Friday! … Aber warum die Zeit nicht sinnvoll nutzen?

Das Wochenende naht, die Konzentration sinkt und in so manchen Büros werden bereits Freizeitpläne geschmiedet – der Freitag wird mehrheitlich als jener Tag genannt, an dem am unproduktivsten gearbeitet wird (33,6%). Daran hat sich in den vergangenen Jahren nichts verändert und dies liefert weiterhin den Nährboden für Fikret Zendelis erfolgreiche Initiative „Social Friday“. Das Konzept: Gutes tun, anstatt den Freitagnachmittag mit sinnlosen Tätigkeiten im Büro zu verbringen. Gerade in Zeiten der Coronapandemie ist die Förderung von sozialem Engagement laut Social Friday-Gründer Zendeli besonders wichtig: „Die Schwachen brauchen Hilfe, mehr denn je. Das Erste, was sich in dieser neuen Normalität nicht geändert hat, sind die Bedürfnisse der Gemeinschaften. Wenn überhaupt, sind die Schwachen seit COVID sogar noch sichtbarer geworden. In gewisser Weise hat uns die Pandemie gezeigt, wie wir bessere Helfer und Nachbarn sein können, und sie hat eine Ära des freiwilligen Engagements an der Basis eingeleitet. In Zeiten von remote work, nimmt das Bedürfnis nach Begegnungen weiter zu. Gerade in diesem Zusammenhang bietet Social Friday eine Möglichkeit, soziales Engagement und Teambuilding gleichermaßen zu fördern.“

Im Jahr 2019 hat Marketagent die Bewegung als erstes Unternehmen nach Österreich gebracht und freut sich, dass seit der coronabedingten Zwangspause nun erstmals wieder ein Social Friday stattfinden kann. Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent über die Initiative: „Im Rahmen der bevorstehenden Social Friday-Aktion werden wir für obdachlose Menschen in Wien kochen und warme Winterbekleidung spenden. Diese Aktivitäten sind für uns immer etwas Besonderes, ­da sie eine großartige Möglichkeit für unser Team sind, Begegnungsanlässe zu schaffen und das Bewusstsein für das soziale Umfeld aktiv zu stärken.“

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November 2021
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