Glücks-Report

Wir haben schon 2015 die heimische Bevölkerung gefragt, wie sie Glück definiert und wie glücklich sie mit dem eigenen Leben ist. Jetzt, 2022, zwei Jahre nach dem Ausbruch von COVID-19, fragen wir erneut nach dem Glücksbefinden der Österreicher*innen.

Wir alle streben in unserem Leben auf die ein oder andere Weise nach Glück. Aber was zeichnet ein glückliches Leben aus? Das Online Research Institut Marketagent hat schon 2015 die heimische Bevölkerung gefragt, wie sie Glück definiert und wie glücklich sie mit dem eigenen Leben ist. Jetzt, 2022, zwei Jahre nach dem Ausbruch von COVID-19, fragt Marketagent erneut nach dem Glücksbefinden der Österreicher*innen. Es zeigt sich: Der Bevölkerung sind nach wie vor dieselben Werte für ein glückliches Leben wichtig. Und auch während einer Pandemie haben sich die Glückswerte in Österreich stabil halten können.

Wie glücklich ist die heimische Bevölkerung im Jahr 2022? Jede*r zweite*r Österreicher*in würde sich als „sehr glücklich“ bezeichnen. Vor allem trifft dies auf Verheiratete zu. Aber auch das Haushaltsnettoeinkommen hat einen Einfluss: Personen mit einem Einkommen über € 3000,- geben öfters an, sehr glücklich zu sein – im Gegensatz zu Personen in Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter € 2000,-. Nur 1,6% der Österreicher*innen bezeichnen sich als kaum zufrieden mit ihrem Leben. Was überraschend auffällt: Gegenüber 2015 haben sich die Glückswerte kaum verändert: Auch während der Coronavirus-Krise ist die heimische Bevölkerung also im Großen und Ganzen glücklich mit ihrem Leben geblieben. "Die letzten zwei Jahre der Pandemie haben der Bevölkerung einiges abverlangt. Unsere Daten zeigen aber sehr deutlich, dass die Österreicherinnen und Österreicher resilient sind und ihre Lebenszufriedenheit ungebrochen ist", erläutert Marketagent Geschäftsführer Thomas Schwabl die Ergebnisse der Studie.

Die Lebensbereiche, mit denen die Österreicher*innen besonders zufrieden sind, sind die Wohnsituation, die Familie und das persönliche Umfeld. Am wenigsten Zufriedenheit herrscht jedoch mit der finanziellen Situation. Diese ist nur für etwa die Hälfte der Befragten zufriedenstellend.

Glück kann für jeden und jede anders aussehen und etwas sehr Individuelles sein. Es gibt aber Faktoren bei denen sich die Österreicher*innen einig sind, dass sie für ein glückliches Leben bedeutend sind: Ganz oben auf der Liste steht hier für neun von zehn die Gesundheit. Auch das Wiedergesundwerden nach einer Krankheit stellt für 88% einen wichtigen Faktor dar und 86% können sich ein glückliches Leben nicht ohne Humor vorstellen. Dass sie ein anderer Beruf oder ein jugendlicheres Aussehen glücklicher machen könnte, glauben jeweils nur zwei von zehn Befragten.

Ist das Glück "ein Vogerl", das einem zufliegt oder eben nicht, oder ist jeder selbst seines Glückes Schmied? Sowohl als auch - wenn es nach den Österreicher*innen geht. Im Schnitt glaubt man hierzulande, dass 53% des Glücks selbst bestimmt werden kann. Die restlichen 47% sieht man als vorherbestimmt an. Trotzdem lässt sich dem Glück auch etwas auf die Sprünge helfen: 60% versuchen zumindest gelegentlich ihr Glück beim Lottospielen, ein Drittel probiert es jeweils mit Rubbellosen oder Euromillion. Obwohl sich für viele bei einem großen Geldgewinn gar nicht so viel ändern würde: Die Hälfte würde zwar Immobilien erwerben oder in andere Wertanlagen investieren, 40% würden jedoch genauso weiterleben wie bisher.

Ob nun mit oder ohne Lottogewinn – was denkt die heimische Bevölkerung, wie sich ihr Glück in den kommenden Jahren entwickeln wird? In die Zukunft blicken die Österreicher*innen optimistisch: 93% glauben, dass sie in fünf Jahren zumindest gleich glücklich (66%) oder sogar glücklicher sein werden als jetzt (27%). Besonders hoffnungsvoll ist die jüngere Generation (14-29 Jahre). Hier rechnet jede*r Zweite damit, in fünf Jahren eine größere Portion Glück in ihrem Leben zu haben.

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